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wohnumwelt

Lebensqualität im Innenraum sichern.

Umweltanalytik und
Baubiologische Messtechnik
in Innenräumen
Schadstoffe | Schimmelpilze | Strahlung | Feuchtigkeit

Kontakt

inhaber
Joachim Kösling
Oderblick 5
38312 Dorstadt

kontakt@wohnumwelt.de
Tel. 05337 / 926193


Mehr Informationen und Angebote zu Innenraum-Untersuchungen und Sachverständigenleistungen erhalten Sie unter www.inuma.net


Unsere Verbandsmitgliedschaften

Mitgliedsinstitut bei:

Lebensqualität und Gesundheit sichern
durch gute Umweltbedingungen
in unseren Wohnungen, Gebäuden und Büros.

Nicht nur aufgrund immer dichter werdender Gebäudehüllen, des dadurch bedingten Rückgangs des natürlichen Luftwechsels und der Anreicherung von Schadstoffen aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen in der Raumluft, ist es notwendig, die Aufmerksamkeit auf gesunde Umweltbedingungen in Innenräumen zu richten. Auch wenn sich Schimmelpilze und Feuchtigkeit bilden, nimmt dies Einfluss auf unser Lebensumfeld und bleibt nicht selten ohne Folgen. Den weiteren Anspruch, auf eine gute Wohnumwelt zu achten, liegt darin, dass mit immer stärkerer Anwendung von Elektro- und Funktechniken -quasi als Nebenprodukt- auch zunehmend  elektromagnetische Strahlung (ugs. Elektrosmog) entsteht, die gesundheitlich wirksam werden kann.

Wir verbringen bis zu 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Daher spielen Umweltbedingungen in  unseren Wohnungen und Gebäuden, hier wo wir leben und arbeiten eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Worauf sollten Sie achten?    

Achten Sie auf „Ihre Innenräume“. Die Lebensqualität in Ihrem Zuhause, an ihrem Arbeitsplatz wird nicht nur durch Größe, Raumaufteilung, Einrichtung oder technische Ausstattung geprägt.

Manchmal schon kurzfristig, aber oft auch erst nach dauerhafter Einwirkung, treten ganz andere Faktoren in den Vordergrund: Gute oder schlechte Raumluft, ein behagliches oder irritierendes Raumklima, trockene Wände oder (versteckter) Schimmelpilzbefall, ein unbelasteter Schlafplatz oder ein gestörter unter Strahlungseinflüssen.

Seien Sie kritisch und beobachten Sie: Nehmen Gesundheitsbeschwerden bei längerer Abwesenheit ab und stellen sich in gewohnter Umgebung wieder ein? Haben Sie das Empfinden von „dicker Luft“, können Sie „nicht richtig durchatmen“? Gibt es nicht zuzuordnende störende Gerüche? Oder Feuchtigkeit? Oder Schimmelbildung? Schlafen Sie gut? Gibt es häufig Erkrankungen oder Infekte in Ihrer Familie? Stärkt Sie Ihre Wohnumwelt oder fühlen Sie sich eher krank ohne Grund?

Nicht immer sind Symptome und Krankheitserscheinungen auf Stress, eine organische Erkrankung oder psychische Belastung zurück zu führen. Oft sind die Umweltbedingungen in „den eigenen vier Wänden“ ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und Gesundheit. Mal als auslösende Größe, mal als der Einfluss, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Was können wir für Sie tun?

Kurz gesagt: Wir setzen unser Wissen und unsere Erfahrung für Sie ein.

Das kann schon damit beginnen, dass sich nach Besuch dieser Seite Fragen entstanden sind. Vielleicht haben  sich für Sie aber bereits Hinweise auf Schadstoffe ergeben, oder Sie möchten Vorsorge treffen. Dann rufen Sie uns doch einfach an:

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Über uns

Wir von wohnumwelt haben uns im Umweltschutz besonders im Bereich Innenraumuntersuchungen und Baubiologie spezialisiert.

Wenn sich in Wohnungen, öffentlich oder gewerblich genutzten Gebäuden oder in Büros Hinweise auf kritische chemische, biologische oder physikalische Umwelteinflüsse ergeben, wenn sich beim Aufenthalt in Innenräumen gesundheitliche Probleme einstellen, und wenn Prävention gefragt ist, sind wir Ihr Ansprechpartner.

Durch unsere Spezialisierung sind wir in der Lage, den unterschiedlichen Aufgabenstellungen unseres Arbeitsbereichs zu entsprechen. Dazu gehören beispielsweise das Ermitteln von Einzel- oder Mehrfachbelastungen, das Erkennen komplexer umwelt- und gebäudebezogener Zusammenhänge und die Bearbeitung von fachübergreifenden Aufgaben. Wenn die Lösung der Aufgabe es erfordert, profitieren unsere Kunden von unserer Zugehörigkeit und der Zusammenarbeit in einem Netzwerk aus Spezialisten aus der chemischen und mikrobiologischen Analytik, der Baubiologie, der Bauphysik, des Bausachverständigenwesens, der Umweltmedizin und der Energieberatung.

Bei der Ausführung unserer Leistungen arbeiten wir nach neuesten Methoden. Wir ermitteln Schadstoffe auf dem aktuellen Stand der Erkenntnisse der Schadstoffdiagnostik in Innenräumen. Zur Qualitätssicherung bei Probenahme, Analyse und Interpretation von Messungen wird unsere Arbeit durch regelmäßige Fortbildungen und Teilnahme an Ringversuchen in den Bereichen Innenraumlufthygiene, Umweltanalytik /-messtechnik und Baubiologie gesichert. Bei der Vergabe von Analyseleistungen arbeiten wir laborunabhängig, in der Zusammenarbeit mit Umweltlabors wird sichergestellt, dass diese einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen, nach relevanten Normen und Richtlinien oder anerkannten und bewährten Verfahren arbeiten, an Ringversuchen teilnehmen und hohen Qualitätsansprüchen genügen.

Wir bieten fachkundige Unterstützung und Sanierungsbegleitung vom Konzeptentwurf über Sanierungsüberwachung bis zu Abnahmemessung an. Sanierungsdienstleistungen selbst führen wir nicht durch, um größtmögliche Unabhängigkeit und Objektivität wahren zu können.

Gefragt nach unserer Firmenphilosophie können wir diese mit der Aussage eines unserer Kunden schnell auf eine treffende Formel bringen: „wohnumwelt ist Umweltschutz in Wohnungen und Gebäuden“.

Genau das ist es, was wir tun und wollen.

Geschäftsführer von wohnumwelt ist Herr Joachim Kösling, staatl.gepr.Umweltschutztechniker / Baubiologe IBN

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Unsere Leistungen im Überblick

Untersuchung von Wohnungen, Wohnhäusern, öffentlichen und gewerblichen Gebäuden und Büroräumen:

Schadstoffe

Schimmelpilze

Gerüche und Raumklima:

Elektromagnetische Felder und Wellen (Elektrosmog), Strahlung:

Durchführung von Gebäudeanalysen:

Feuchtigkeit  /  Bauphysik - Schimmelpilzbefall

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Allgemeine Informationen

Schadstoffe

Die Chancen auf gute Umweltbedingungen und eine gesunde Luft innerhalb von Gebäuden stehen nicht immer gut. Jedes Jahr werden mehrere hunderttausend Tonnen Chemikalien im Bausektor eingesetzt: in Holz-Verkleidungen und Bodenbelägen, in Farben, Lacken, Holzschutzmitteln und Teppichboden-Klebern, Bausteinen und Dämmstoffen, in Möbeln und Textilien.
Überall sorgen die unterschiedlichen Stoffe und Stoffgemische für Farbe, Haltbarkeit, Festigkeit, Dichtigkeit, Pflegeleichtigkeit, Flexibilität und Bequemlichkeit, die uns heute schöner wohnen und besser leben lassen.

Einige dieser funktionsgerechten und praktischen Chemikalien haben auch eine Kehrseite, sie können krank machen. Oft unbemerkt setzen sie flüchtige Stoffe frei, die sich in der Raumluft sammeln und von uns dann eingeatmet werden. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist die Belastung der Innenraumluft in Wohnungen, öffentlichen Gebäuden oder Büroräumen oft um ein Vielfaches höher als an einer viel befahrenen Straßenkreuzung. Einige wichtige Innenraumschadstoffe bzw. -schadstoffgruppen sind:

Formaldehyd 

Formaldehyd ist eine gasförmige organische Verbindung, die sich aus den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff (HCHO) zusammensetzt und äußerst reaktionsfähig ist. Trotz weitreichender Reglementierungen gehört Formaldehyd immer noch zu den bedeutsamsten Schadstoffen in Innenräumen.
Zur Vermeidung von gesundheitlichen Risiken durch dieses Reizgas, das in erster Linie auf Atemwege, Schleimhäute und die Augen wirkt, hat das ehemalige Bundesgesundheitsamt (jetzt Umweltbundesamt) schon 1977 einen Innenraum-Richtwert (0,1 ppm in der Raumluft) festgelegt. In Bezug auf krebserregende Wirkungen wird Formaldehyd lt. Gefahrstoffverordnung "mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential" ausgewiesen.
Formaldehyd taucht im täglichen Umfeld in den verschiedensten Produkten und Materialien auf. Es wird z.B. in Teppichen als Textilhilfsmittel verarbeitet. Auch in Dekorationstextilien, Reinigungsmittel, Farben, Lacke und Öle kann Formaldehyd enthalten sein. In der Regel verringern sich die Konzentrationen bei den erwähnten Quellen im Vergleich zu Freisetzungen aus Spanplatten allerdings in vergleichsweise kurzen Zeiträumen.
Verantwortlich für dauerhaft erhöhte Konzentrationen von Formaldehyd in Innenräumen sind fast immer Spanplatten in Wänden, Fußböden und Möbeln, in denen Formaldehyd in verschiedenen Verbindungen im Leimharz enthalten ist. Gebundenes Formaldehyd kann durch Reaktion mit Wasser aus der Luftfeuchtigkeit über Jahrzehnte freigesetzt und in relativ konstanter Größenordnung aus Spanplatten abgegeben werden.

Lösungsmittel (Flüchtige organische Verbindungen, engl.: VOC) 

Bei Lösungsmitteln handelt es sich um eine Vielzahl von flüchtiger organischer Verbindungen (VOC), die andere Stoffe lösen können, ohne sie chemisch zu verändern. Flüchtige organische Verbindungen werden häufig unter dem Begriff „VOC“ (engl. Volatile Organic Compounds) zusammengefasst, sie kommen in Innenräumen in der Regel als „Gemische“ in der Raumluft vor und setzen sich im Wesentlichen aus den Substanzklassen der aliphatischen- und aromatischen Kohlenwasserstoffe, der Halogenkohlenwasserstoffe, Aldehyde, Alkohole, Glykole, Ketone, Ether, Ester und Terpene zusammen. Aus der großen Zahl der VOC sollen hier nur einige beispielhaft nur einige wenige VOC genannt werden: Benzol, Toluol, Xylol, Styrol, Naphthalin, Cyclohexan, n-Heptan, n-Octan, Methylmethacrylat, alpha-Pinen, Ethylacetat, 1-Butanol, 2-Ethylhexanol, Aceton, Hexanal, 1-Methyl-2-pyrrolidon.     
Über ihre Eigenschaft, nach Verarbeitung leicht zu verdunsten, schaffen sie eine möglichst rasche Trocknung, gelangen aber auch in die Innenraumluft und können auf diesem Weg zu unterschiedlichen schädigenden Wirkungen führen. Durch ihre breite Verwendung sind sie allgegenwärtig und finden zum Beispiel Einsatz in Lacken, Farben, Abbeizmitteln, Klebern, Dichtungsmassen, Beschichtungsmaterialien, Ausbaumaterialien wie Teppiche und andere Fußbodenbeläge, Paneelen, Ausbauplatten oder finden in Mobiliar und Reinigungsmitteln ihren Einsatz.
VOC dienen dazu, Arbeiten einfacher, schneller, wirkungsvoller und somit auch kostengünstiger zu gestalten. Viele Bau-, Renovierungs- und Reinigungsarbeiten sind ohne den Einsatz chemischer Produkte kaum mehr möglich. Auf solche Produkte wird auch zukünftig nicht verzichtet werden, sie zählen daher zu potentiellen Quellen für Schadstoffe und Luftverunreinigungen. Einzeln- oder in der Summe können VOC einen gesundheitsgefährdenden Einfluss haben

Holzschutzmittel

Die Wirkstoffe der Holzschutzmittel sind oft nur schwer abbaubare, und somit über lange Zeit aktive, giftige Substanzen, die in Innenräumen zum Behandeln von Holzverkleidungen und Balken eingesetzt wurden um mögliche Holzschädlinge wie Pilze oder Insekten abzutöten. Die häufigsten Vertreter dieser Gruppe, die immer noch oft in Innenräumen nachgewiesen werden sind PCP und Lindan. Aufgrund der leidvoll gemachten Erfahrungen vieler Mieter und Eigentümern, dass etliche Holzschutzmittel krank machen können, wurde der bekannteste Vertreter, PCP (1989) in Deutschland verboten. Holzschutzmittel die PCP, Lindan oder DDT enthalten, sind nicht mehr im Handel. Marktrecherchen (zum Beispiel test 12/01) und Analysen zeigen jedoch, dass andere - nach wie vor gefährliche - biozide Wirkstoffe in Holzschutzmitteln enthalten sind. Substanzen der neueren Generationen, die immer noch zum Einsatz kommen sind beispielsweise Tolyfluanid, Dichlofluanid, Chlorthalonil, Furmecyclox oder das Pyrethroid Permethrin. Holzschutzmittel werden von den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts (GIT), oder über die Haut und die Atemwege resorbiert. Zielorgane sind im wesentlichen Leber und Niere. Symptome für eine Holzschutzmittelbelastung können vielfältiger Gestalt (Internistisch, Psychiatrisch und psycho-motorisch, oder auch Neurologisch) sein.  

PAK  (Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Bei dieser Gruppe handelt es sich um eine Vielzahl von Substanzen, deren chemischen Aufbau durch die Ausstattung mit drei bis sechs Benzolringen (Aromaten) gekennzeichnet ist. Benzo[a]pyren ist als Leitkomponente das bekannteste PAK. Ein weiterer besser bekannter Vertreter ist Naphthalin. Beide Substanzen (wie weitere PAK) sind als krebserzeugend eingestuft. Von Natur aus sind PAK in fossilen Brennstoffen wie Steinkohle enthalten. Bei der Destillation reichern sie sich im Teeröl und -pech an. In Innenräumen fanden sie vor allem in den fünfziger und sechziger Jahren Verwendung in Parkett- und andern Klebern (z.B. f. Flexplatten). PAK wurden aber auch in Ausgleichschichten und Abdichtschichten eingesetzt. Weiter wurden die esundheitsgefährdenden PAK auch durch den Einsatz von Teerölen als Holzschutzmittel (Carbolineum) verwendet, deren Einsatz inzwischen die Teeröl-Verbotsverordnung von 1991 verbietet. In Innenräumen sind PAK-Altlasten in Material und Hausstaub nachweisbar - die leichtflüchtigeren Komponenten (wie zum Beispiel Naphthalin) sind über die Raumluft nachweisbar.

PCB  (Polychlorierte Biphenyle)

Die Stoffgruppe der PCB besteht aus 209 unterschiedlichen Substanzen (Kongeneren), die in der Praxis als technische Gemische unterschiedlichster PCB eingesetzt wurden. Aufgrund ihrer technischen Eigenschaften, wie dauerelastisch, altersbeständig, schwer entflammbar, fanden sie eine breite Anwendung, besonders in der Zeit Mitte der Fünfziger- bis Mitte der Siebziger Jahre. PCB wurden in Innenräumen insbesondere in Fugendichtmassen, Lacken, Farben und Kondensatoren eingebracht. Sie sind in früheren Jahren aber auch in Parkettklebern eingesetzt wurden. Die langlebigen PCB werden immer noch als Altlasten über Material- und Raumluftanalysen, besonders in öffentlichen Gebäuden, nachgewiesen. Ihre stark gesundheitsgefährdende Wirkung hat im Jahr 1989 zum Erlass der PCB-Verbotsverordnung geführt.

Weichmacher

Weichmacher der Gruppe der Phthalate werden in enormen Mengen produziert und Kunststoffen beigemischt, um sie elastisch und gut verarbeitbar, biegsam und dehnbar zu machen und deren Verwendbarkeit zu verbessern. Auch Weichmacher besitzen (wie andere schwerflüchtige organische Verbindungen) den großen Nachteil, dass sie nicht im Kunststoff bleiben, sondern über lange Zeiträume hinweg in die Raumluft und den Hausstaub übergehen und in den Innenraum gelangen. Der am häufigsten eingesetzte Weichmacher unter den Phthalaten ist auch der bekannteste Vertreter: DEHP. Typische Innenraumquellen sind PVC-Fußbodenbeläge und -tapeten, Vinyl- und Schaumtapeten, großflächige Kunststoff-Beschichtungen und Teppichrücken. Weichmacher lassen sich aber auch in Kinderspielzeug und Textilien finden. Weichmacher stellen ein heute noch schwer kalkulierbares Gesundheitsrisiko dar. Der bekannteste Weichmacher DEHP ist nach Gefahrstoffverordnung als fortpflanzungsgefährdend eingestuft, es wird davon ausgegangen, dass seine Dämpfe Augen und Atemwege reizen können. Seit dem 30.07.02 müssen DEHP und Zubereitungen, die mehr als 0,5% DEHP enthalten EU-weit mit dem Buchstaben T (giftig) gekennzeichnet werden. Inwieweit diese Einstufungen auch für die weiteren Substanzen dieser Gruppe übertragbar sind, ist derzeit nicht unklar.

Flammschutzmittel

Flammschutzmittel sind bestimmte chemische Verbindungen, die in der Lage sind, die Brennbarkeit von Kunststoffen herabzusetzen. Dazu gehören vor allem die organischen, phosphorhaltigen Flammschutzmittel, die Phosphorsäureester wie TBEP, TCPP, TCEP, TDCPP, TPP. Weniger verbreiteten Einsatz finden bromierte Flammschutzmittel und Chlorparaffine. Flammschutzmittel finden in Innenräumen zum Beispiel Verwendung in behandelten Oberflächen (z.B.Fußbodenbelags-Versiegelungen), in Montageschäumen, Farbanstrichen, Tapeten, Dämmmaterial und Gehäusen der Unterhaltungs-Elektronik. Die nicht festgebundenen, eingemischten (additive) organischen Flammschutzmittel können in die Raumluft und den Hausstaub übergehen, über die zumeist inhalative Aufnahme kann es zu verschiedenen Reizwirkungen kommen.
Die Erkenntnisse hinsichtlich der Humantoxizität der als Flammschutzmittel eingesetzten organischen Phosphorsäureester basiert im Wesentlichen auf Tierversuchen. Hierbei wurde für TCEP, einer  Substanz dieser Gruppe, eine nervenschädigende Wirkung festgestellt und sie ist  beispielsweise mit den Gefahrsymbolen „gesundheitsschädlich beim Verschlucken“, „umweltgefährlich“ sowie „haut und augenreizend“ versehen und gilt laut Gefahrstoffverordnung als krebserzeugend. Zu den anderen Substanzen dieser Gruppe gibt es vergleichsweise wenig Erkenntnisse und Einstufungen, die Datenlage ist unbefriedigend: Sie werden derzeit als weniger problematisch eingestuft.

Asbest

Asbest ist ein natürlich vorkommendes Silikatmaterial das aufgrund von Hitzebeständigkeit, Unbrennbarkeit, guter Isoliereigenschaften und chemischer Beständigkeit in verschiedenen Formen bis Anfang der Achtzigerjahre in zahlreichen Produkten verarbeitet wurde. Die Herstellung von asbesthaltigen Materialien ist in Deutschland seit 1993 verboten und die Umstellung begann bereits Jahre vorher, trotzdem sind Asbestfasern immer noch allgegenwärtig: zum Beispiel in bautechnischen Produkten, Bodenbelagsplatten, Wandplatten, Fassaden, Dacheindeckungen, Fugenkitt, alten Nachtspeicheröfen, als Spritzasbest, als Flexplatten und Schnüren u.a.m. Das Gesundheitsrisiko durch Asbest ist im Wesentlichen davon abhängig, ob die Fasern fest- oder schwachgebunden im Produkt vorliegen und wie der Zustand des Produkts ist (Bruche, Auflösung). Bei mechanischer Einwirkung auf Asbesthaltige Produkte steigt das Risiko der Faserfreisetzung nochmals stark an. Asbestfaser werden über die Atemluft aufgenommen. Das Gefahrenpotential ist abhängig von der Asbestart, der Faserkonzentration in der Raumluft, den Abmessungen und dem Verhältnis von Länge zu Durchmesser der Faser. Asbest gilt nach Gefahrstoffverordnung als "sehr stark gefährdender, Krebs erzeugender Stoff".

Künstliche Mineralfasern  (KMF)

Künstliche Mineralfasern sind nicht brennbare Fasern, die aus mineralischen Ausgangsstoffen hergestellt-, mit Kunstharzen gebunden, für den Bausektor zu Matten und Platten verarbeitet werden. Aufgrund des vergleichsweise geringen Preises, einfacher Verarbeitung und großer Verbreitung sind KMF die meist eingesetzten Dämmstoffe. Wenn Das Gefahrenpotential von KMF hängt von der Art des Produktes, der Faserkonzentration, den Abmessungen und dem Verhältnis von Länge zu Durchmesser, sowie der Biobeständigkeit ab. Künstliche Mineralfasern können durch schlechte Abschirmung (Fugen, Ritzen, Löcher ect.) in den Innenraum gelangen. Durch KMF können Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen entstehen, krebserzeugende Wirkungen werden in Betracht gezogen. Ein Vergleich mit Asbest ist aufgrund anderer Fasereigenschaften nicht angebracht.

Radon

Radon ist ein radioaktives Edelgas das durch den Zerfall von Uran und Thorium im Boden entsteht. Diese Elemente wandeln sich über eine Reihe von radioaktiven Zwischenprodukten in stabiles Blei um. Das bedeutsame dabei ist, dass Radon im Gegensatz zu den Vorläuferstoffen gasförmig ist und vom Ort der Entstehung, dem Boden aus, auch aus tiefen Gesteinsschichten bis zur Erdoberfläche aufsteigen kann. Über den Baugrund, die Keller, kann das aufsteigende Gas, insbesondere bei Undichtigkeiten (Risse, Fugen, Kanäle ect.) in die Wohnräume gelangen. Mit der Atemluft aufgenommen, gefährdet Radon die Gesundheit, vor allem wenn die Belastung auf Dauer und in hohen Konzentrationen auftritt. Studien haben belegt, dass Radon Lungenkrebs verursachen kann. Nach neueren Einschätzungen sind etwa vier bis zwölf Prozent der Lungenkrebsfälle auf Radon zurück zu führen. Damit liegt das Einwirken von Radon als Ursache gleich hinter dem Rauchen.


Schimmelpilze

Schimmelbildung in Gebäuden und die dadurch bedingten Gesundheitsrisiken sind ein sehr umfassendes Thema. Nachfolgend können nur einige Aspekte dargestellt werden.

Gesundheitliche Bedeutung von Schimmelpilzen

Als natürlicher Bestandteil unserer belebten Umwelt sind Schimmelpilze überall zu finden und leisten in Verbindung mit anderen Mikroorganismen einen unverzichtbaren Beitrag zu den natürlichen Stoffkreisläufen. In naturtypischem und wechselndem Aufkommen sind Sie für den Menschen in der Regel unproblematisch. Wenn Schimmelpilze in Innenräumen allerdings gute Lebensbedingungen, speziell  durch erhöhte Feuchtigkeit, finden, werden vermehrt Keime und Stoffwechselprodukte freigesetzt  und es entstehen Gesundheitsgefahren.

Schimmelpilze haben es in den letzen Jahren geschafft, sich einen Spitzenplatz unter den Umweltproblemen in Häusern und Wohnungen zu erobern. Egal ob im Neubau oder im Altbau, für den Bewohner leicht sichtbar, durch dunklen Schimmelpilzrasen auf Oberflächen von Wänden, Ecken und Möbeln, oder häufig eben auch im Verborgenen, hinter Tapete und Verkleidungen, unter dem Fußboden, in Hohlräumen oder in Klimaanlagen:
Schimmelpilze nisten sich immer häufiger als unerwünschte Untermieter ein, wachsen und gedeihen in zigtausenden von Gebäuden und sorgen hier für gesundheitliche Gefahren.

Die gesundheitlichen Risiken sind nicht allein durch den Anstieg der luftgetragenen Schimmelpilzsporen in der Raumluft bedingt. Schimmelpilze produzieren in Abhängigkeit von den Gattungen/Arten spezifische Stoffwechselprodukte wie zum Beispiel die für den menschlichen Organismus fremden Proteinstrukturen, die häufig Auslöser von allergischen Reaktionen sind. Des weiteren werden Mykotoxine (Pilzgifte) und leichtflüchtige gasförmige Verbindungen, die sogenannten MVOC (engl. Mikrobiell Volatile Organic Compounds) bzw. Riechstoffe gebildet. Über das Risikopotential dieser letztgenannten Stoffe ist vergleichsweise noch wenig bekannt. Epidemiologische Untersuchungen haben zweifelsfrei erwiesen, dass mit Schimmelpilzwachstum in Innenräumen gesundheitliche Risiken einhergehen, die nicht zu tolerieren sind. Insofern sollte bei Schimmelpilzen in Innenräumen in jedem Fall das Vorsorgeprinzip Anwendung finden, wonach Belastungen zu minimieren sind, bevor es zu Erkrankungen kommt. Schimmelpilzen können allergen-, infektiös-, oder auch toxisch wirken, zudem rufen sie häufig Geruchsbelästigungen hervor. Ob bzw. wann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Betroffenen kommt, steht in einer ganzen Reihe von Abhängigkeiten; zum Beispiel spielen die Schimmelpilzarten und Konzentrationen und die Nutzungsintensität der betroffenen Innenräume eine Rolle, hinzu kommen weitere Randbedingungen und ggf. bestehende Wechselwirkungen mit anderen Belastungsfaktoren im Gebäude. Auch die individuelle physiologische Schimmelpilz-Toleranz des Einzelnen (z.B. Schimmelpilzallergiker) ist von Bedeutung. Auch die Latenzzeit (Zeitspanne der verborgenen Einwirkung bis zum Auftreten von Krankheitsbildern) kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Aufgrund der komplexen Zusammenhänge bei Schimmelpilzvorkommen in Innenräumen bedarf die Quantifizierung einer Gesundheitsgefährdung einer individuellen Betrachtung des Einzelfalls. Grundsätzlich zählen Kinder, Schwangere, alte- und kranke- Menschen zu den gefährdeteren Personengruppen für eine Erkrankung bei Belastung durch Schimmelpilze. Auch Menschen mit lokaler Abwehrschwäche (z.B. Wunden, Anomalien) oder genereller Abwehrschwäche (z.B. Krebsbehandlung, HIV, Diabetes mellitus, Alkoholismus) sind durch Infektionen mit Schimmelpilzen stärker gefährdet. Gesundheitliche Wirkungen durch Schimmelpilze werden aufgeteilt in:

Allergene Wirkung:   Etwa 5% der Bevölkerung in Deutschland sind bereits gegen Schimmelpilze sensibilisiert, dieser Anteil wächst ständig. Das Auftreten allergischer Reaktionen richtet sich beispielsweise nach dem Grad der Sensibilisierung, der Membranfunktion der Haut und der Schleimhäute, der Allergiedosis pro Fläche/Volumen, sowie der Gattungs-/Artenverteilung. Kinder, Schwangere, Kranke und alte Menschen, sowie Immungeschwächte Personen unterliegen allgemein einem höheren Risiko. Ein Dosis-Wirkungszusammenhang muss nicht zwangsläufig gegeben sein.

Infektiöse Wirkungen   sind bei bestimmten humanpathogenen und zumeist thermotoleranten Gattungen/Arten angezeigt und i.d.R. in Verbindung mit Aufkommen und Expositionsdauer zu sehen.

Toxische Wirkung:   Insbesondere die als Stoffwechselprodukte freigesetzten Toxine bestimmter Schimmelpilzarten der Gattungen/Arten sowie Zellbestandteile können giftig wirken. Als immuntoxische Wirkung ist bei Schimmelpilzeinwirkung auch die Freisetzung von Entzündungsmediatoren in der Haut und in den Schleimhäuten zu sehen.

Geruchsbelästigung:  Über die gesundheitliche Auswirkung gibt es noch keine ausreichenden Erfahrungen. Fest steht, dass durch die Gerüche die Lebensqualität beträchtlich beeinflusst werden kann und das bei Geruchsbelastungen durch Schimmelpilze i.d.R. auch das Vorliegen oben genannter Produkte zu erwarten ist.

Typische Erkrankungsbilder und körperliche Reaktionen bei Schimmelpilzbelastungen sind: 

Bei bereits bestehender Sensibilisierung oder Immunschwäche können zudem auftreten:


Feuchtigkeit

Ursache von Schimmelpilz-Bildung in Gebäuden

Eine Grundvoraussetzung muss erfüllt sein, damit sich Schimmelpilze im Haus vermehren und die haben alle betroffenen Gebäude gemeinsam: zuviel Feuchtigkeit in Luft oder Material.

Wenn Feuchtigkeitsbildung vermehrt auftritt, ist dies die Grundvorrausetzung für mikrobiellen Befall. Schon im Entwicklungsstadium, welches optisch noch nicht wahrnehmbar ist, kommt es i.d.R. zu deutlich erhöhter Konzentration von Pilzbestandteilen und -produkten in Raumluft und Hausstaub. Liegt sichtbarer Befall vor, ist dies bereits eine Spätfolge von anhaltender, oder immer wiederkehrender Durchfeuchtung. Bevor Pilze oder auch Bakterien sichtbar werden, müssen ihre Ausgangskeime für je nach Art Tage, Wochen oder Monate ein für sie vorteilhaftes Milieu vorgefunden haben.
Einzelne Wachstumsvoraussetzungen für Schimmelpilze wie z.B. Nährboden, Temperatur, Zeit, Wasser wirken in einem Wechselverhältnis. Sie können sich gegenseitig stärken oder schwächen  und funktionieren als geschlossenes System. Die einzige Möglichkeit, erfolgreich und dauerhaft in diesen Prozess einzugreifen und Schimmelbildung zu vermeiden, ist die fachgerechte Erkundung und Beseitigung der Feuchtigkeitsursachen. 
Wird der Schimmelpilz nur oberflächlich entfernt oder bekämpft, bleibt das Risiko eines erneuten Befalls sehr hoch, Belastungen können über nicht ausreichende Maßnahmen weiter bestehen. Die zur Entfernung verwendeten Mittel wie Fungizide oder chlorhaltige Produkte können selbst ein Risiko für die Gesundheit darstellen.

Die Feuchtigkeitsursachen lassen sich, vereinfacht dargestellt, in 2. Komplexe aufteilen:

1. Komplex:  Feuchtebildung, die auf die Beschaffenheitdes Gebäudes zurückzuführen ist

2. Komplex:  Feuchtebildung, die auf  die Bewohner des Gebäudes zurückzuführen ist.

Wirkungen aus den beiden Komplexen können sich gegenseitig beeinflussen und nehmen in individuell unterschiedlichen Grenzen positiven oder negativen Einfluss auf die Gesamtsituation.

1. Ursachenkomplex

Dem 1. Komplex sind Mängel zuzuordnen wie:

2. Ursachenkomplex

Dem 2. Komplex sind Mängel zuzuordnen, die durch Feuchtigkeitseintrag in der Wohnung entstehen z.B. durch:

nicht verhindert wird, wobei Bereiche mit verringerter Luftzirkulation (Wärmeübergandswiderstände z.B. durch Möbel, Gardinen) verstärkt betroffen werden.

Den 2. Komplex betreffend, muss Beachtung finden, dass die Entstehung eines bestimmten Maßes an Feuchtigkeit in Wohnungen und Gebäuden schon durch die Nutzung, also durch zivilisatorische und hygienische Anforderungen bedingt ist und auch weitreichende Bemühungen, das Feuchtigkeitsaufkommen über natürliche Lüftung zu reduzieren, ihre Grenzen haben können. So muss Heizen und Lüften nicht zwangsläufig dazu führen, Schimmelpilzbildung zu verhindern. Durch die heute aus Energiespargründen zumeist dicht ausgeführten Gebäudehüllen existiert in der Regel geringer natürlicher Luftwechsel, der früher über viele gebäudebedingte Fugen und Ritzen weitaus höher war. Insofern können auch die nutzungsbedingten Bemühungen zur Abfuhr von Wasserdampf nicht ausreichend bzw. praktizierbar sein, was in diesen Fällen technische Eingriffe notwendig werden lassen kann.

Die Schadensbilder von erhöhter Feuchtigkeit und Schimmelpilzwachstum und deren Ursachen, die einem – oder auch übergreifend beiden Mängel-Komplexen zuzuordnen sein können, sind durch den Laien nicht, oder nur schwer zuzuordnen und bedürfen in der Regel einer messtechnischen Erkundung und/oder einer sachverständigen Bewertung, was auch für die Festlegung von Sanierungsumfang und -vorgehen zutrifft. Unsachgemäß durchgeführte Maßnahmen bieten keine Sicherheit. So sollten z.B. (unter anderem) bei Schäden ab einer Gesamtbefallsfläche von >0,5m² der Erfolg der Sanierung durch eine abschließende Raumluftmessung zur Kontrolle (sog.“Freimessung“) überprüft werden.


Strahlung (ugs. „Elektrosmog“)

Ob Mobilfunksender oder Mikrowelle, Schnurlose Telefone (DECT) oder Computer-Funknetze (WLAN), ob Radio oder Hausstrominstallation, ob Hochspannungsleitung oder Bahntrasse: Elektromagnetische Felder und Wellen sind allgegenwärtig; dies gilt für den Arbeitsplatz, aber ebenso wie für die Freizeit, den Wohn- und Schlafbereich. Von den Quellen ausgehend breiten Sie sich die Felder oder Wellen über unterschiedliche Abstände oder Entfernungen aus und erreichen beispielsweise im Funkbereich der Mobilfunksender mittlerweile nahezu jeden Ort. Mögliche gesundheitliche Folgen werden aktuell sehr kontrovers diskutiert. Es gibt mittlerweile viele Hinweise Betroffener, aber auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass unter dem Einfluss elektromagnetische Felder und Wellen Gesundheitsstörungen auftreten können, die von Hautkribbeln bis zum Herzkammerflimmern, von Konzentrations- und Schlafstörungen, bis zu Stresssymptomen und Depressionen gehen können. Die Untersuchungen zeigen immer deutlicher, dass nicht nur die Stärke (Intensität) der elektromagnetischen Einwirkung entscheidend ist, sondern auch –oder besonders – die Einwirkzeit. Um der Verringerung des „alltäglichen Elektrosmogs“  dort gerecht zu werden, wo er dauerhaft wirken kann, und um vorbeugend und weitsichtig zu handeln und Gesundheitsrisiken besonders in Schlafräumen zu vermeiden, können nach Erfahrung der Baubiologie, vieler Wissenschaftler, Umweltmediziner und Betroffener, weder die Inhalte, noch die Grenzwerte der so genannten „Elektrosmogverordnung“ (26.BImSchV) des Gesetzgebers herangezogen werden. Es hat sich gezeigt, dass die hierin erfassten Inhalten nicht ausreichen und auch die Grenzwerte kritischer Überprüfung nicht standhalten können und z.B. für Schlafbereiche als viel zu hoch anzusehen sind. Es werden  weder Langzeitrisiken, schwächere Personen wie z.B. Säuglinge und Kinder, noch empfindlichere Menschen oder sensible Bereiche wie z.B. der „Daueraufenthaltsort“ Schlafplatz ausreichend berücksichtigt. Wenn überhaupt, sind die Grenzwerte aus der Elektrosmogverordnung eher als maximale Arbeitsplatzbelastungen in exponierten Bereichen einzustufen, wenn eine fortwährende arbeits-medizinische Untersuchung des betroffenen Personals gesichert ist.

Aufgrund fehlender angepasster Bewertungsgrundlagen, wurde für baubiologische Untersuchungen der Standard der baubiologischen Messtechnik (aktueller Stand: SBM-2003) erarbeitet. Dieser Standard, die dazugehörigen Richtwerte und Randbedingungen wurden 1987 – 1992 von der Baubiologie Maes entwickelt. Das Institut für Baubiologie und Ökologie Neubeuern IBN, Wissenschaftler Ärzte und Baubiologen haben daran mitgewirkt. Der Standard wurde erstmals als SBM-92/5 im Mai 1992 publiziert.

Die aktuelle Version SBM-2003 ist bereits die 6.überarbeitete Ausgabe, sie wurde im Mai 2003 veröffentlicht. Standard nebst Richtwerten und Randbedingungen werden seit 1999 von einer Sachverständigenkommission gepflegt und aktualisiert. Die einzelnen Punkte des Standards beschäftigen sich mit biologisch problematischen Umwelteinflüssen in Innenräumen. Die professionelle und ganzheitliche Erkennung und Reduzierung im individuell machbaren Rahmen ist Sache der baubiologischen Messtechnik.

Die baubiologischen Richtwerte des Standards SBM-2003 sind als Vorsorgewerte zu verstehen, beziehen sich primär auf Schlafbereiche, das damit verbundene Langzeitrisiko und die empfindliche Regenerationszeit des Menschen. Sie basieren auf einer jahrelange Erfahrung aus einer großen Zahl von Untersuchungen durch Baubiologen, die nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik arbeiten und orientieren sich am Erreichbaren.

Inhalte der Elektrosmogmessung
nach SBM 2003

des Untersuchungsbereichs „Felder, Wellen und Strahlung“ sind:

  1. Elektrische Wechselfelder
    (Niederfrequenz)
  2. Magnetische Wechselfelder
    (Niederfrequenz)
  3. Elektromagnetische Wellen
    (Hochfrequenz, gepulst und ungepulst)
  4. Elektrische Gleichfelder
    (Elektrostatik)
  5. Magnetische Gleichfelder
    (Magnetostatik) 
  6. Radioaktivität
    (Gammastrahlung)
  7. Geologische Störungen
    (Magnetostatik)

Die Bewertung der Messergebnisse erfolgt durch Eingruppierung in verschiedene „Anomalien“ und lautet:

Prinzipiell gilt: Jede Reduzierung ist anzustreben. Maßstab ist die Natur.

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Können Häuser krank machen?

Schon mit dem Auftreten vieler Erkrankungsfälle durch Schadstoffe wie zum Beispiel Formaldehyd, Asbest, Holzschutzmittel, PCP und PCB oder Schimmelpilze, bereits seit den 70er Jahren, wurde klar, dass diese Frage mit "ja" beantwortet werden muss.

Umweltbedingungen in unserem nächsten Umfeld, also insbesondere dort wo wir wohnen, leben und arbeiten, können eine große Bedeutung für unsere Gesundheit haben. Tatsächlich gibt es auch einen Bezeichnung für "Kranke Häuser" schon recht lange. Er wurde von Fachleuten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "Gebäude-Krankheit" oder nach der englischsprachigen Bezeichnung als "Sick-Building-Syndrom" (SBS) bezeichnet. Es ist hiermit natürlich nicht im engen Sinn gemeint, dass das Gebäude erkrankt, sondern das in betreffenden Fällen die Ursachen für Krankheiten nicht bei den Menschen, sondern im Umfeld - dem Gebäude - zu suchen sind.

So breit wie die Palette von Schadstoffen, Schimmelpilz und anderen Belastungen in Innenräumen sein kann, so groß ist auch das Spektrum möglicher Gesundheitsgefahren, das von Ihnen ausgeht wie z.B.:

Felder

Akute und chronische Wirkungen

Wirkungen von Schadstoffen in Innenräumen werden im Wesentlichen beeinflusst durch:

Zusammenhänge zwischen Gesundheitsbeschwerden und Belastungen in Innenräumen sind für Betroffene häufig schwer zu erkennen:

Durch Langzeiteffekte kann es schon bei geringen Konzentrationen zu chronischen Wirkungen kommen. Krebs erzeugende, Frucht schädigende oder Erbgut verändernde Stoffe können schon bei geringen Mengen in der Innenraumluft bedenklich sein. Diese - wie anders eingestufte Substanzen in der Raumluft oder im Hausstaub - werden bezüglich Ihrer gesundheitsgefähdenden Wirkungen in der Regel nach toxikologisch oder statistisch begründeten Richtwerten bewertet.

Es bleibt auch mit Hilfe dieser Bewertungskonzepte oft schwierig, die Auswirkungen bestimmter Schadstoffe und -konzentrationen vorherzusagen. Belastungen in Innenräumen können sich gegenseitig beeinflussen und im Zusammenspiel wirken. Dazu kommt, dass zum Beispiel Kinder, schwangere Frauen und kranke Menschen besonders empfindlich reagieren. Aus diesem Grund sind die oben beschriebenen Wirkungen nur als Orientierungshilfen zu verstehen.

Grundsätzlich sollte für Innenräume gelten:

Im Sinn der Vorsorge ist jede Reduzierung von erkannten Risikofaktoren in Innenräumen umzusetzen, wenn sie unter Beachtung genannter Zusammenhänge und Bewertungskriterien begründbar und aussichtsreich ist.


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